Greenkeeping

 

Headgreenkeeper Tim Jones mit seiner Mannschaft organisiert und pflegt die umfangreiche und topografisch nicht ganz einfache Anlage!

Kontakt:
Mobil: 01 76 / 243 330 25
eMail: jones@gc-gelstern.de






Greenkeeping – „Mehr als nur Rasenmähen!“

Unsere Golfanlage umfasst ein Gelände von mehr als achtzig Hektar, welches sich in unterschiedlichste Natur- und Spielelemente gliedert. Unser Pflegeteam setzt seine volle Kraft ein, um dem Golfer das Golf-Erlebnis in Gelstern so angenehm wie möglich zu machen. Trotz der manchmal rauen Wetterlage sind unsere Greenkeeper täglich in aller Frühe unterwegs, um den Golfplatz nach neusten Erkenntnissen der Wissenschaft zu pflegen, ohne, wenn möglich, die Golfer bei Ihrem Treiben zu stören. Neben hochpräziser Technik erfordert dies ein großes fachliches Wissen, viel Gespür für die Natur und jede Menge Erfahrung. In der Saison und besonders bei Turnieren zeigt unser Greenkeeping-Team großes Engagement um die empfindlichen Bio-Systeme „Grüns, Tee´s, und Fairways“ optimal und bedarfsgerecht mit Nährstoffen und Wasser zu versorgen, Krankheiten zu bekämpfen und ein optisch ansprechendes und gut zu spielendes Schnittbild zu erzeugen. Darüber hinaus sind etliche Hecken, Bäume, Roughs, Wege, Hütten etc. instand zu halten.

Aufgrund der Empfindlichkeit der oben genannten Bio-Systeme ist viel Know-How und ein behutsamer Umgang mit den Gräsern und dem Boden (Rasentragschicht) nötig. Unser Team gibt für Sie Ihr Bestes, und jeder Golfer kann durch richtiges Verhalten auch sein Bestes zutun, um den Golfplatz in einem Top-Zustand zu halten.


Gewusst wie...
Im Folgenden finden Sie jeweils eine kurze Empfehlung (von Rasenexperten), wie und warum Sie als Golfer aktiv an der Erhaltung des Golfplatzes mitwirken können:

Pitchmarken machen krank!

Wer kennt sie nicht, die unausgebesserten Pitchmarken auf der Runde, die dem Golfball auf dem Weg zum Loch im Wege sind und eine andere Ballrichtung verursachen können, als eigentlich geplant bzw. auf dem Grün gelesen wurde. Viel größer ist dann oftmals noch der Ärger über die vorhergehenden Flights und deren Golfer, die es versäumen, verursachte Pitchmarken auszubessern. Darauf angesprochen, behaupten die Mehrzahl aller Golfer, dass ihnen so etwas nicht passiert bzw. sie ihre und natürlich noch eine Vielzahl weiterer Pitchmarken auf der Runde ausgebessert hätten. Ärgerlich ist es allemal, aber macht es deshalb gleich krank? Nein sie nicht – doch unsere Gräser in ganz erheblichem Maße, so dass dann auch der Greenkeeper zum Teil vor unlösbaren Aufgaben steht.



Je nach Länge und Flugkurve eines Annäherungsschlages auf das Grün, hinterlässt der Golfball an der Aufschlagstelle eine deutliche Vertiefung (Pitchmarke). Größe und Form der Pitchmarken hängen im wesentlichen auch von den Bodenverhältnissen (Feuchtigkeit, Sandgehalt) und der Filzschicht auf dem Grün ab. Durch die Wucht des Aufschlags wird nicht nur der Ballverlauf beeinträchtigt, sondern auch die Gräser erheblich verletzt. Davon ist insbesondere der so wichtige Vegetationspunkt im Herz der Pflanze betroffen. Der Vegetationspunkt ist das Gewebe, in dem neue Blätter ausgebildet werden. Folglich kommt es nach dem Ballaufschlag zu einem gestörten, wenn nicht gar gestopptem Gräserwachstum an diesen Stellen.

Meist werden solche Schadstellen von Rasenunkräutern und/oder der unerwünschten Grasart Poa annua (Jährige Rispe) besiedelt, die durch ihre ohnehin ungünstigen Eigenschaften die Grünoberfläche zusätzlich negativ beeinflussen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass sich die Pflanzenbestände auf den Grüns im Laufe der Jahre verändern. Zu allem Übel sind dann die beschädigten Pflanzenteile sowie die eingewanderten Fremdarten teilweise auch sehr anfällig gegenüber pilzlichen Erregern, die die sog. Rasenkrankheiten hervorrufen können. Da nach dem neuen Pflanzenschutzmittelgesetz (seit 01.07.2001) der Greenkeeper nur einen begrenzten Spielraum hat und jedes Jahr die Liste der zugelassenen und genehmigungspflichtigen Spritzmittel für Rasen eingeschränkter wird, stellt dies für den Greenkeeper eine besonderes Problem dar.

Als wichtigste Sofortmaßnahme gilt deshalb, dass der Golfer die Pitchmarken sofort fachgerecht beseitigt, damit die Regeneration der verletzten Grasnarbe ungestört einsetzten kann

Benutzen Sie eine stabile Pitchgabel...
...und drücken Sie die Kanten des Einschlagloches mit einer leichten Drehbewegung zusammen.
Dabei die Mitte des Einschlagloches nicht anheben.
Ebnen Sie danach mit Putter oder Fuß die reparierte Stelle, damit wieder eine geschlossene Rasenfläche entsteht und das Putten nicht beeinträchtigt wird.
   

Damit hat der Spieler die Basis für eine schnelle und optimale Schadensbeseitigung gelegt. Ausgetrocknete bzw. nicht sofort reparierte Pitchmarken führen zu einer gestörten Regeneration der Schadstelle und führen zu den erwähnten Folgen. Im Frühjahr und Frühsommer, der wachstumsstärksten Jahreszeit verwachsen die Schadstellen wesentlich schneller als im Herbst und über den Winter.
Auch der Greenkeeper muss seinerseits mit geeigneten Maßnahmen dazu beitragen, dass Gräserwachstum anzuregen. Dazu zählt insbesondere eine ausgewogene und gleichmäßige Nährstoffversorgung sowie die bekannten Regenerationsmaßnahmen: Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden, die dazu beitragen, Unebenheiten auf der Grünsoberfläche auszugleichen.

Aus all den genannten Gründen muss beim Golfspiel das Ausbessern von Pitchmarken eine Selbstverständlichkeit sein und darf als wichtige Etikette nicht vergessen werden.

Denn letztlich erwartet jeder Golfer gute und faire Bedingungen auf dem Grün und es sollte im Interesse eines jeden Spielers liegen, diese auch den nachfolgenden Flights zu garantieren, damit die Spieler nicht den Spaß am Spiel verlieren.

Dr. Gunther Hardt